Die Gesundheit des Chihuahua


Physiologische Daten:
Körpertemperatur rektal 38,5 Grad
Herzfrequenz (Zwerghunde) 100 bis 130 Herzschläge pro Minute
Atemfrequenz (Zwerghunde) 15 bis 30 Atemzüge pro Minute
Bei folgenden Anzeichen suchen Sie bitte unverzüglich einen erfahrenen Tierarzt auf:
Bei erhöhter Körpertemperatur über 39,5 Grad C:
Mit Husten, verschärfter Atmung, Durchfall mit/ohne Erbrechen, besteht Verdacht auf eine Virusinfektion wie Zwingerhusten, Staupe, Hepatitis oder Parvovirose.
Bei Durchfall allein, oder mit Erbrechen kann eine Magen-Darm-Infektion und/oder Hepatitis vorliegen.
Bei Erbrechen des Futters, mehrfach (eventuell kein Stuhlgang mehr) ist Fremdkörperverdacht gegeben.
Im Zusammenhang mit oder nach einer Geburt und in der Laktation, muss an Gebärmutter- oder Gesäugevereiterung oder Eklampsie gedacht werden.
Die Eklampsie ist eine Stoffwechselstörung der säugenden Hündin, die vorwiegend mit Calciummangel einhergeht und in gewissen Blutlinien anlagemäßig vorkommt. Vorwiegend sind kleinwüchsige Hunde betroffen. Erste Anzeichen für eine herannahende Eklampsie sind Nervosität und Ängstlichkeit, die sich schnell zu Muskelzittern und Krämpfen steigern. Das Muskelzittern und die Krämpfe sind vom heftigen Hecheln und Temperaturerhöhung (43 Grad C und höher) begleitet. Im Krampfstadium kann die Hündin nicht mehr gehen oder sich erheben.
Es besteht höchste Lebensgefahr für die Hündin!!!!!
Blutiger oder stark dunkler Harn kann auf eine Nieren-, Blasen- oder Leberinfektion deuten, und deutlich vermehrten Durst bei der Hündin (eventuell mit Scheidenausfluß) kann der Verdacht einer Gebärmuttervereiterung gegeben sein.
Es können Wundverletzungen (nach Unfall oder Biß) infiziert sein.
Augenverletzungen, gleich welcher Art sie sind, müssen baldmöglichst von einem erfahrenen Tierarzt behandelt werden. Auf keinen Fall selbst behandeln!
Bei Anfallsleiden ist stets Eile geboten, egal ob sie vom Herzen her kommen oder zentral ausgelöst werden. Herzanfälle dauern im allgemeinen länger und sind gefährlicher im Gegensatz zu den zentralbedingten Anfällen, die mit Zuckungen und Krämpfen einhergehen.
Unfalltraumen, mit oder ohne sichtbare Verletzungen oder Knochenbrüche, können zu innerer und äußerer Verblutung führen. Sofort zum Tierarzt! Für den Transport stark blutende Wunden durch einen Druckverband und/oder wo möglich durch Abbinden stillen.
Abszeßbildungen an den Afterdrüsen oder nach Biß- oder Stichverletzungen müssen tierärztlich versorgt werden. Fistelbildung!
Verletzungen in der Mundhöhle, meist nach dem Spielen mit morschen Ästen und nach Knochenfütterung entstanden, können, wenn Holz- oder Knochensplitter zurückbleiben, zu unangenehmen Fistelbildungen führen.
Harn- oder Stuhldrang sollte unverzüglich beseitigt werden. Der Harndrang kann durch Harnröhrensteine und der Stuhldrang durch Knochenkot bedingt sein. Wird die baldige Beseitigung verschleppt oder durch Hausmittel verzögert, kann es zu Mastdarmbruch oder Harnvergiftung kommen.
Also unverzüglich zum Tierarzt!
Folgende Krankheitsanzeichen müssen gut beobachtet werden, ohne jedoch sofort den Tierarzt in Anspruch nehmen zu müssen:
Geruchsbelästigung aus dem Fang, verursacht durch Zahnsteinbildung, Zahnfleischentzündung oder faule Zähne (Milch- oder bleibende Zähne).
Stark vermehrter Durst, bei älteren Hunden mit oder ohne Durchfall und körperlichen Verfall, kann Symptom von Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus,sein.
Vermehrter Haarausfall, oft mit Hautausdünstungen und/oder Juckreiz und Leckstellen, sind Ausdruck von Hautparasiten (Flöhe, Läuse, Haarlinge oder Milben), Allergien, Ekzemen oder Erkrankungen innerer Organe. Zu langes Warten führt zu Haarverlust.
Lahmheiten, ganz gleich, ob diese dauernd vorhanden sind oder nur zeitweise auftreten, bedürfen einer frühzeitigen und sachgemäßen Diagnose und Behandlung durch den Tierarzt. Sind Lahmheiten erst chronisch geworden, kann oft nur noch eine Besserung aber keine Heilung mehr erwartet werden.
Scheinträchtigkeit kommt auch beim Chihuahua vor. Hormone dürfen nur ausnahmsweise und in ganz kleinen Dosen verabreicht werden.
Umfangsvermehrungen, ganz gleich welcher Art sie sind, müssen frühzeitig entfernt werden. Je größer sie geworden sind, um so größer wird das Operationsrisiko.
Vergiftungen kommen beim Chihuahua nur selten vor. Ihre verwöhnte Fütterungsweise schützt sie meist davor. Vorsicht bei herumliegenden Medikamenten von Herrchen oder Frauchen oder auch vor Insektensprays oder ähnliches. Vergiftungsgefahr!
Bei Verdacht sofort zum Tierarzt!
Vorbeugende Behandlungen
Wurmkuren: Rundwürmer (Spul-, Haken- und Peitschenwürmer): Bei Zwerghunden sollte die Auswahl der Wurmmittel besonders vorsichtig erfolgen. Sie müssen in der Wirkung mild und in der
Dosis exakt verabreicht werden können, sonst drohen Wurmmittelvergiftungen
Bandwürmer: Bei Zwerghunden sollte keine Bandwurmkur auf Verdacht gemacht werden. Konnten
Sie Bandwurmglieder beobachten, sollten Sie dem Tierarzt ein Bandwurmglied bringen und die Art
des Bandwurmes und seines Zwischenwirts bestimmen lassen. Die Bandwurmkur sollte auch dem
Tierarzt vorbehalten sein. Bandwurmbefall braucht nicht Anlaß zur Panik sein!
Schutzimpfungen:
Schutzimpfungen sollten nicht versäumt werden. Vorbeugen ist besser und sicherer als Heilen!
Bitte beachten Sie, daß Schutzimpfungen nicht sofort wirksam sind. Das Immunsystem des
Hundes benötigt etwa 3 Wochen, um genügend Antikörper zu bilden. Aus eigenen Erfahrungen
weiß ich, daß die Impfungen besser vertragen werden, wenn Sie aufgeteilt werden. Auch ver-
trägt nicht jeder Hund jede Impfstoffmarke gleich gut. Sprechen Sie auf jeden Fall mit ihrem
Tierarzt darüber.
Impfplan:
Parvovirose: Welpen sollten erstmals am Ende der sechsten, dann zwischen der zwölften und
14. Lebenswoche und mit 6 Monaten nochmals mit Lebendimpfstoff schutzgeimpft werden.
Erwachsene Hunde erhalten jährlich eine Wiederholungsimpfung ebenfalls mit Lebendimpfstoff
Staupe-, Hepatitis und Leptospirose: Welpen erhalten zwischen der achten und zehnten Le-
benswoche die Erstimpfung und in der 14. bis 16. Lebenswoche die Zweitimpfung. Erwachsene
Hunde sollten jährlich, oder doch wenigstens alle zwei Jahre, schutzgeimpft werden.
Tollwutimpfung: Die Tollwutimpfung ist von den meisten Staaten für den Grenzübertritt und bei
Ausstellungen vorgeschrieben. Bei Zwerghunde sollte die Tollwutimpfung jedoch nicht vor der
12. Lebenswoche erfolgen. Sehr kleine Welpen können oft auch erst mit 5 oder 6 Monaten ge-
impft werden. Erwachsene Hunde erhalten jährlich oder zwei- bzw. dreijährig (je nach Gültigkeit
des Impfstoffes) eine Wiederholungsimpfung.
Zwingerhustenimpfung: Zwingerhusten-Schutzimpfungen sollten auch bei Zwerghunden er-
folgen, ganz besonders, wenn sie ausgestellt oder ins Tierheim gebracht werden sollen oder
auch wenn man eine Zucht besitzt. Der Impfschutz ist jedoch oft nicht ausreichend.
Die Zwingerhustenimpfung wird jährlich wiederholt.
Vorbeuge gegen die Aujeszkysche Krankheit:
Gegen diese Krankheit auch „Pseudowut“ genannt, wird in verschiedenen Ländern bereits schutz-
geimpft. Bei uns in Deutschland ist die Impfung jedoch noch verboten. Als Vorbeuge bietet sich
daher die ausschließliche Fütterung von gekochtem Fleisch oder Fleischkonserven an. Die An-
nahme, dass diese Krankheit nur durch rohes Schweinefleisch übertragen würde, ist überholt,
nachdem die Pseudowut auch bei Rindern festgestellt worden ist.
Also füttern Sie ihrem Liebling niemals rohes Fleisch!
Giftige Pflanzen für Hunde
Achtung an alle Hundebesitzer!!!
Viele Hundebesitzer haben in ihrem Haus und Garten einige Pflanzen, ohne zu wissen, wie
gefährlich diese für ihre Haustiere sind. Aber auch beim Spazierengehen sollte man aufpassen,
dass der Hund keine giftigen Pflanzen frisst.
Man sollte generell beim Spazierengehen aufpassen, das der Hund nichts frisst!
Zu groß ist die Gefahr das er sich anderweitig vergiftet!
Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Pflanzen zeigen, die für Hunde nicht fressbar sind.
Wie hoch der Grad der Giftigkeit ist, ist dabei unklar. Auf jeden Fall sollte man verhindern,
dass der Hund Zugang zu solchen Pflanzen hat. Achtung: Diese Liste ist sicherlich nicht
komplett!!!
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Giftige Zimmerpflanzen: |
Giftige Gartenpflanzen: |
Giftige Wildpflanzen: |
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Agave |
Blauregen |
Bärlauch |
Schokolade, Gift für Hunde!
Ich habe heute einen interessanten Beitrag gelesen über Schokolade und Hunde. Dass Schokolade nicht gesund ist für unsere Süßen wissen wir. Sie sind bekannt als Dickmacher und das sie die Zähne schädigen. Ok, aber wenn uns unsere Süßen so herzzerreißend bitten, wer ist da nicht schon mal schwach geworden???